Aufnahme der Kinder

Die klaren Strukturen und Rituale, die unseren Tagesablauf prägen, bieten den Kindern Anhaltspunkte und Orientierungshilfe. Am Morgen steht immer die Bezugserzieherin bereit, um das Kind und dessen begleitende Bezugsperson zu empfangen. Sie ist auch diejenige, die die sensiblen pflegerischen Tätigkeiten, die zu Beginn von den Eltern im Beisein der Erzieherin durchgeführt werden, behutsam übernimmt. Gerade beim Wickeln, Anziehen und Füttern des Kindes entwickelt sich ein besonderes Vertrauensverhältnis.
An den Verhaltensweisen des Kindes können die Erzieherinnen erkennen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, dass sich die Bezugsperson vorsichtig "herausziehen" kann. Auch dieser Prozess wird für jedes Kind individuell angeschaut und gestaltet. Eine gelungene Bindung an eine neue Bezugsperson schafft Sicherheit und Vertrauen in andere Menschen, stärkt die Autonomie und die Entdeckungsfreude beim Erobern neuer Bereiche. Als weiterer Schritt wird die gesamte Gruppe in den Aufnahmeprozess eingebunden. Die Aufnahme des neuen Kindes in die Gemeinschaft der älteren Kinder bedarf ebenfalls der Begleitung der Erzieherinnen. In diesem Zusammenhang können auch die Bedürfnisse der Größeren neu erfragt werden. Geschwisterkindern ist der Kindergarten in der Regel vertraut. Mit dieser Voraussetzung gelingt eine schnellere Aufnahme.
Betreuungsvertrag
Nach der Phase der Eingewöhnung kommt es zu der Aufnahme des Kindes. Es wird mit den Eltern ein Betreuungsvertrag abgeschlossen, der Rechtsverbindlichkeit hat. Er kann in Kindergarten im Vorfeld eingesehen werden. Die ersten 4 Wochen gelten als Probezeit für beide Seiten.